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    18.08.2016 10:00
    Neues Forschungsprojekt: Optimierung der Arzneimittel-Supply Chain in Äthiopien

    Der DAAD und das äthiopische Bildungsministerium finanzieren ein neues Forschungsprojekt als Teil der Doktorandenförderung. Das Ziel des Projektes innerhalb der nächsten drei Jahre ist ein integriertes mathematisches Modell zur simultanen Lösung der Produktauswahl, Lieferantenauswahl und der Verteilung von Waren in der Arzneimittel-Supply Chain in Äthiopien zu entwickeln. Das Land kämpft immer noch damit, alle notwendigen Medikamente in allen Regionen zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu europäischen Ländern haben Entwicklungsländer andere Prioritäten bei der Versorgung ihrer Bevölkerung mit Medikamenten: beispielsweise erfordert ein begrenztes Budget einen zentralen Einkauf, um Preisnachlässe zu ermöglichen, und weiterhin gilt es, den Verfall von Medikamenten durch zu hohe Bestände zu vermeiden. Das integrierte Modell soll die Frage beantworten, welche Produkte von welchen Anbietern gekauft werden sollen. In der finalen Phase des Projekts werden Daten der Ethiopian Pharmaceutical Supply and Fund Agency (PFSA) verwendet, um das Modell zu testen und die Anwendbarkeit zu belegen. Es ist geplant, das Modell anschließend für die Beschaffung von Arzneimitteln in Äthiopien zu verwenden.

    Dieses Projekt wird von Getachew Basa durchgeführt mit Unterstützung von der Arbeitsgruppe Production Systems and Logistics Systems von Prof. Dr. Till Becker. Getachew Basa ist ein Doktorand der International Graduate School for Dynamics in Logistics (IGS). Er erhielt seinen B.Sc. in Industrial Engineering in 2006 von der Mekelle Universität in Äthiopien und seinen M.Sc. in Industrial Engineering in 2012 von der American University in Kairo, Ägypten. Bevor er nach Bremen kam, arbeitete er als Wissenschaftler und Dozent an der Mekelle Universität.